Bild (IHK): Neuer Vorsitzender Fabian Stahl (rechts) und Sebastian Hipp und ich als seine Stellvertreter

Neue Vorstandschaft, große Fußstapfen und viel frischer Schwung

In der Sitzung wurde natürlich auch die Vorstandschaft neu gewählt. Neuer Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen ist Fabian Stahl.

Fabian tritt damit in ganz große Fußstapfen: Eduard Kastner war über 40 Jahre lang für die IHK aktiv. Das finde ich wirklich großartig und sehr bewundernswert. Wenn jemand sich über so viele Jahrzehnte ehrenamtlich engagiert, dann ist das alles andere als selbstverständlich. Das verdient großen Respekt.

Und es freut mich sehr, dass ich Fabian künftig gemeinsam mit Sebastian Hipp als Stellvertreterin im IHK-Regionalausschuss unterstützen darf.

Die erste Sitzung hat auf jeden Fall gezeigt: In der neu zusammengesetzten Truppe steckt richtig viel Energie. Viele Ideen, viel Dynamik, viele unterschiedliche Blickwinkel — und genau das macht es spannend.

Warum mir Ausbildung und Weiterbildung extrem wichtig sind?

Ausbildung und Weiterbildung sind für mich keine theoretischen Themen, sondern ein wichtiger Teil meiner eigenen beruflichen Geschichte.

Nach meinem Abitur habe ich mich ganz bewusst gegen ein Studium entschieden und bin mit einer Ausbildung ins Berufsleben gestartet. Dabei ist es nicht geblieben: Ich habe meinen Fachwirt gemacht und (bis heute) viele Weiterbildungen und Kurse bei der IHK belegt.

Diese Schritte waren für meinen beruflichen Weg unglaublich wertvoll. Sie haben mir Türen geöffnet, mich weitergebracht und mit dazu beigetragen, dass ich heute seit zehn Jahren selbstständig bin und mein eigenes Unternehmen führen darf.

Gerade deshalb wünsche ich mir, dass berufliche Bildung den Stellenwert bekommt, den sie verdient. Ausbildung, Fachwirt, Weiterbildung und Praxis sind kein Plan B, sondern ein starker, praxisnaher Weg.

Ich habe aber das Gefühl, dass es hier immer noch ein Ungleichgewicht gibt — zwischen akademischen Wegen und beruflichen Bildungswegen. Für mehr Wertschätzung gegenüber allen, die ihren Weg über Ausbildung, Weiterbildung und berufliche Praxis gehen, möchte ich mich einsetzen.

Kann ich als Solo-Selbstständige überhaupt einen Beitrag im IHK-Regionalausschuss leisten?

Meine Antwort darauf ist ganz klar: Ja. Und ich glaube sogar: genau deshalb.

Denn ein großer Teil der IHK-Mitgliedsunternehmen besteht aus Solo-Selbstständigen und kleinen Unternehmen. Menschen, die jeden Tag Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen, sichtbar bleiben müssen, wirtschaftliche Schwankungen spüren und oft vieles gleichzeitig sind: Geschäftsführung, Vertrieb, Marketing, Buchhaltung, Kundenservice — und manchmal auch noch IT-Abteilung in Personalunion.

Ich bin in diesem Jahr seit zehn Jahren selbstständig. Ich kenne diese Herausforderungen sehr gut. Ich weiß, wie es ist, alleine Entscheidungen zu treffen, mit Unsicherheiten umzugehen, sich immer wieder neu aufzustellen und trotzdem nach außen professionell, klar und sichtbar zu bleiben.

Gleichzeitig arbeite ich seit vielen Jahren mit einem Netzwerk aus ebenfalls Solo-Selbstständigen zusammen. Ich kenne die Themen kleiner Unternehmen, mittelständischer Betriebe und auch größerer Mittelständler. Durch meine Arbeit im Marketing bin ich nah dran an den Fragen, die viele Unternehmen täglich beschäftigen: Wie bleiben wir sichtbar? Wie gewinnen wir passende Kundinnen und Kunden? Wie kommunizieren wir klar, was uns ausmacht? Wie bleiben wir attraktiv — als Unternehmen, als Arbeitgeber, als Teil der Region? Wie bleibe ich einzigartig in Zeiten von KI? Gerade diese Nähe zur Praxis möchte ich in den Regionalausschuss einbringen.

Mir ist auch wichtig, dass Frauen, Mütter und Solo-Selbstständige in solchen Gremien sichtbar sind und eine Stimme haben.

Denn auch wir gestalten Wirtschaft. Vielleicht manchmal leiser, flexibler und mit viel Organisation im Hintergrund — aber ganz sicher mit Verantwortung, Erfahrung und Haltung.

Dass ich mit so vielen Stimmen gewählt wurde, freut mich wirklich sehr. Für mich ist das nicht nur ein schönes Zeichen des Vertrauens, sondern auch ein Auftrag. Diesen nehme ich gerne an.

Ich freue mich darauf, im IHK-Regionalausschuss Pfaffenhofen genau diese Perspektive einzubringen: die der Selbstständigen, der kleinen Unternehmen, der Unternehmerinnen, der Mütter, der Netzwerkerinnen — und der Menschen, die jeden Tag anpacken und Wirtschaft vor Ort lebendig machen.